Was tun bei Gepäckverlust?

Koffer Verlust
Koffer Verlust

Auch wenn die Statistik zeigt, dass die jährliche Anzahl der verloren gegangenen Koffer auf Flughäfen stark zurückgegangen ist, so sind doch rund 25 Millionen immer noch entschieden zu viel.

Auch wenn 95 Prozent der verschwundenen Gepäckstücke innerhalb der nächsten 48 Stunden wiederauftauchen, so stellt sich für jeden Betroffenen erst einmal die Frage: Was nun?

Warum gehen Koffer und Taschen verloren?

Der überwiegend größte Anteil wird beim Umsteigen falsch weitergeleitet oder verlässt beim Abflug erst gar nicht das Fluggelände. Schuld daran können Streiks oder eine falsche Etikettierung sein. Auch schlechte Wetterbedingungen, der Zoll sowie Platzmangel in den Maschinen kann der Grund für einen verzögerten Gepäcktransport sein. Wie die Erfahrungen zeigen, kann auch die Wahl der Airline eine Rolle spielen, ob Ihr Gepäck sicher und schnell transportiert wird.

Um diese Statistiken und somit auch die Folgekosten für die Entschädigung zu verringern, haben die Airlines beschlossen, ab Mitte des Jahres die Gepäckstücke wie Pakete zu tracken. Das wiederholte Einscannen beim Einladen, Umladen oder Ausladen macht es dann zumindest möglich, den Koffer schneller wiederzufinden und seinem Besitzer zuzuführen.

Nicht in Panik verfallen

Der erste Weg sollte immer zum Lost & Found- Schalter der entsprechenden Fluggesellschaft direkt am Flughafen gehen. Denn nur, wer sein Gepäckstück sofort als vermisst meldet, kann später eventuell Ansprüche geltend machen. Je nach Flugunternehmen wird der Vorgang dann unterschiedlich behandelt. Meist ist in den ersten Tagen die Airline am Flughafen selbst zuständig, bevor dann der Reiseveranstalter eingreift.

Ist der Koffer definitiv nicht mit der gleichen Maschine angekommen, so müssen Sie als Besitzer ein Formular ausfüllen. Die Kopie dieser Anzeige sollten Sie gut aufbewahren, denn sie gilt als Nachweis. Als sogenanntes „Notpacket“ erlauben viele Fluggesellschaften das Einkaufen von dringend benötigter Utensilien wie Unterwäsche oder Hygiene- beziehungsweise Pflegeprodukten. Doch Vorsicht! Die verschiedenen Fluggesellschaften haben dafür strenge Vorschriften, wofür und wieviel Geld ausgegeben werden darf und anstandslos erstattet wird. Nach Herzenslust shoppen zu gehen, zählt nicht dazu.

Den Schaden geringhalten

Damit im Ernstfall der Verlust des Koffers nicht zur absoluten Katastrophe ausartet, sollten Sie schon beim Packen überlegen, was Sie als Gepäck aufgeben möchten und was ins Handgepäck gehört. Selbstverständlich gehören alle wichtigen Papiere, Geld und Wertsachen sowie die Haustürschlüssel unter eine ständige Beobachtung, also ins Handgepäck. Sind Sie auf dem Weg in den Urlaub, so sollten Sie auch die Adresse und/oder Kontaktdaten der Unterkunft bei sich tragen. Denn nichts ist so ärgerlich, wie ohne Gepäck auf dem Flughafen zu stehen und nicht zu wissen, wo genau sich Ihr Reiseziel befindet.

Was können Sie rechtlich geltend machen?

Bei der Deutschen Bahn ist die Rechtslage klar. Jeder Reisende ist selbst für seinen Koffer verantwortlich. Wer sein Gepäckstück verliert oder es sich stehlen lässt, haftet selbst dafür. Die einzige Möglichkeit ist der Gang zum Fundbüro.

Anders ist das bei aufgegebenen Gepäckstücken auf Flughäfen. Trifft hier ein Gepäckstück beschädigt ein oder findet es sich gar nicht mehr an, so steht Ihnen eine Entschädigung zu. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat dafür eine Obergrenze von maximal 1300 Euro festgelegt. Bei Pauschal-Reisenden haftet der Reiseveranstalter, bei allen anderen die Fluggesellschaft.

Was tun bei Gepäckverlust?

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